13. Mai 2022 | 4 min Lesezeit

Das 9-Euro-Ticket. Risiko oder Chance?

Das 9-Euro-Ticket ist eine Aktion der deutschen Bundesregierung, bei der ab 01. Juni für die Dauer von drei Monaten eine vergünstigte Monatskarte im Personennahverkehr eingeführt wird.

Diese könnte dazu führen, dass Menschen häufiger bereit sind auf das Auto zu verzichten. Dieser Effekt käme langfristig vor allem dem Klimawandel zugute, birgt allerdings vorerst die Gefahr einer Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel. Ob die Menschen nur übergangsweise, wegen des günstigen Angebotes auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder ein langfristiger Wandel in der Mobilität erzielt werden kann, wird sich zeigen.

Inhaltsverzeichnis

Wie funktioniert das 9-Euro-Ticket?

Günstig, umweltfreundlich, attraktiv: Als Reaktion auf die gestiegenen Energie- und Kraftstoffkosten hat die Bundesregierung ein umfassendes Entlastungspaket geschnürt, von dem auch die Fahrgäste im ÖPNV profitieren werden. Das 9-Euro-Ticket soll, nach aktuellem Stand, ab dem 01. Juni 2022 für 3 Monate verfügbar sein. Es umfasst eine Gültigkeitsdauer von einem vollen Monat.

Geltungsbereich des 9-Euro-Tickets

Zudem soll das 9-Euro-Ticket bundesweit und ausschließlich für den Regionalverkehr gültig sein. Das bedeutet beispielsweise: Man kann mit seinem, bei der MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) erworbenen 9-Euro-Ticket, nicht nur im gesamten MVV (Münchner Verkehrsverbund) fahren, sondern z.B. auch den Frankfurter, Berliner oder Hamburger ÖPNV nutzen – und umgekehrt.  Inbegriffen sind dabei Linienbusse, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Regionalzüge (2. Klasse). Das 9-Euro-Ticket gilt jedoch nicht im Fernverkehr (z. B. ICE, IC oder EC).

Nicht im Fernverkehr gültig

Verfügbarkeit und Gültigkeit des 9-Euro-Tickets

Der Zeitraum dieser Aktion begrenzt sich voraussichtlich auf den 1. Juni bis 31. August 2022.

Das 9-Euro-Ticket wird daher für die Sommermonate Juni, Juli und August jeweils zum Preis von 9 Euro pro Monat angeboten. Der Fahrschein wird dabei immer für einen Kalendermonat gültig sein, also bis zum 30. Juni, 31. Juli und 31. August. Selbstverständlich muss das 9-Euro-Ticket nicht zum Monatsbeginn erworben werden. Dies zu tun, wäre jedoch sinnvoll, damit es möglichst den ganzen Monat genutzt werden kann. Es gibt außerdem kein begrenztes Kontingent für das 9-Euro-Ticket. Jeder kann ein solches kostenpflichtig erwerben.

 

Tipp: Es besteht auch die Möglichkeit, sich das Ticket von Beginn an gleich für alle drei Monate zu kaufen. Das spart in erster Linie kostbare Zeit und Nerven.

Erhältlich zwischen dem 01. Juni bis 31. August

Wo ist das 9-Euro-Ticket erhältlich? 

Erhältlich soll das 9-Euro-Ticket ganz normal am Fahrkartenautomaten, im Kundencenter und ggf. auch in den mobilen Apps der jeweiligen Verkehrsverbünde sein.

Was passiert mit allen anderen Tickets?  

Kund:innen, die bereits ein bestehendes Abonnement haben, werden nicht benachteiligt sein und bekommen die monatliche Differenz zum 9-Euro-Ticket voraussichtlich in den Folgemonaten erstattet.

An einer Lösung für Semester- oder Jobtickets wird ebenfalls gearbeitet.

Bahn fährt am Gleis ein

Risiko und Chance des 9-Euro-Tickets  

Die Befürchtung von Verkehrsexperten ist jedoch, dass vor allem Ferienregionen, während der Gültigkeitsdauer des Tickets, mit großem Andrang zu rechnen haben. Bei einem so attraktiven Preis wird sicherlich gern einmal das Auto stehen gelassen und mit dem Bus zur Arbeit gefahren oder per Regionalexpress über das Wochenende verreist. Vor allem touristische Ziele seien hiervon potenziell betroffen. Beispielsweise Strecken wie von Berlin an die Ostsee, von Hamburg nach Sylt oder von München in die Alpen könnten während dieser Zeit überproportional genutzt werden. Dies sollte Kund:innen durchaus bewusst sein.

Möglicherweise erhöhter Andrang in den ÖPNV

Jedoch kann dieser Feldversuch auch als eine historische Chance gesehen werden, die breite Masse von der Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland zu überzeugen. Für gerade einmal 27 Euro, drei Monate Mobilität zu erhalten, ist unschlagbar! Die Hoffnung der Regierung ist daher groß, dass eine Vielzahl von Bürger:innen dieses Angebot wahrnehmen, die Kapazitäten der Bahn und der Verkehrsverbünde dieser Nachfrage standhalten und die Kund/innen schlussendlich profitieren.

Das 9-Euro-Ticket steuerfrei bei MOBIKO einreichen

MOBIKO ermöglicht Unternehmen ein Mobilitätsbudget für ihre Mitarbeitenden anzubieten und so Mobilitätskosten übersichtlich in einer Plattform inkl. App abzubilden sowie steuerkonform in die Lohnbuchhaltung zu integrieren. Mitarbeitende können dort in wenigen Schritten ihre monatlichen Mobilitätskosten, wie unter anderem ÖPNV Tickets, einreichen.

Auch das 9-Euro-Ticket kann eingereicht werden und wird, wie alle anderen Tickets im Personennahverkehr, steuer- und sozialabgabenfrei an Mitarbeitende im Folgemonat erstattet. Das gilt auch, sollte das 9-Euro-Ticket zukünftig dauerhaft verfügbar sein.

Sollten Sie Interesse an MOBIKO haben, kontaktieren Sie uns jederzeit unter sales@mobiko.de. Sind Sie bereits Kund:in und haben Fragen zu Ihrem MOBIKO Account, dann erreichen Sie uns am besten unter support@mobiko.de.

Schlusswort

Das 9-Euro-Ticket ist ein erster Schritt, um die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zugunsten der Umwelt voranzutreiben. Der ÖPNV erhofft sich dadurch vor allem neue Kunden. Wie stark das Angebot dann tatsächlich angenommen wird und ob die neuen Kund:innen auch langfristig auf den ÖPNV umsteigen, muss sich allerdings erst zeigen. Im Hinblick auf die steigenden Energie- und Spritpreise ist das Ticket ohne Frage eine große Kostenersparnis.

Ebbi

Autor: Ebrahim Massih-Tehrani

Sales Manager at MOBIKO GmbH

Bild einer jungen Frau

Autorin: Charlene Wuermeling

Content Marketing Managerin at MOBIKO GmbH

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