21. Juli 2022 | 8 min Lesezeit

Corporate Benefits als Gehaltserhöhung in Zeiten der Inflation

Alles wird teurer. Die starke Inflation in den letzten Monaten zeigt sich in steigenden Preisen und Menschen, die plötzlich mehr Geld benötigen, um die gleichen Produkte zu kaufen, wie zuvor auch. Der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung bzw. Unterstützung durch den Arbeitgeber ist daher verständlich. Wie jedoch, können Sie als Unternehmen Ihre Mitarbeitenden unterstützen, ohne mit hohen Kosten wie beispielsweise Gehaltsanpassungen konfrontiert zu werden?

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet eigentlich Inflation?

„Wenn sich das Preisniveau von Gütern stetig erhöht, Löhne und Gehälter aber langsamer ansteigen als die Verbraucherpreise, nimmt die Kaufkraft ab. Bei einer durch Inflation bedingten Teuerung erhalten Sie also für denselben Geldwert weniger als zuvor.“

- VR-Bank

Wie veränderte sich die Inflationsrate 2021 bis 2022?

Erstmalig seit fast 30 Jahren liegt die Inflationsrate bei über fünf Prozent. Laut Statista, 2022 liegt die aktuelle Inflationsrate in Deutschland bei 7,6% (Stand Juni 2022). Besonders auffällig ist der starke Anstieg in den letzten 12 Monaten von 2,3% auf einen Spitzenwert von 7,9% im Mai 2022. Diese Veränderung weist auf Probleme in Politik und Wirtschaft hin.

Graphik, die steigende Inflationsrate zeigt

Wieso ist die Inflationsrate so stark angestiegen?

Die Inflation steht und fällt mit Angebot und Nachfrage. Aufgrund der andauernden Corona Krise fallen immer wieder zahlreiche Menschen krankheitsbedingt aus und können nicht zur Arbeit kommen. Das sorgt für starke Verzögerungen in den Lieferketten und der Güterproduktion. Dadurch wiederum sind bestimmte Produkte, wie beispielsweise Speiseöl nur bedingt verfügbar. Das Angebot sinkt, die Nachfrage steigt, ergo: Die Preise steigen.

Nicht zuletzt hat auch der Krieg zwischen der Ukraine und Russland Auswirkungen auf die Inflation. Aus Solidaritätsgründen wurden fast 90% der russischen Öllieferungen eingestellt.  Das sorgt für verzögerte Lieferketten. Und das sind längst nicht alle Gründe, für die starke Inflation.

Die Inflation macht sich im Geldbeutel deutlich bemerkbar

Das Thema Inflation ist sein einigen Monaten in aller Munde. Nicht immer betreffen uns, als Verbraucher:in Veränderungen in der Wirtschaft oder Politik auch unmittelbar im Privatleben. Diesmal ist es anders. Die Preise für unsere täglichen Ausgaben sind vor allem im letzten Jahr rasant angestiegen. Das sind die am stärksten gestiegenen Preise seit 2016:

Bilder der Dinge, die am teuersten geworden sind

Gehaltserhöhung wegen Inflation, um den sinkenden Geldwert auszugleichen

Aufgrund der steigenden Inflation verliert das Geld der Mitarbeitenden plötzlich an Wert. Zwar hat sich ihr Nettolohn nicht verändert, aber die gestiegenen Preise sorgen dafür, dass mit dem vorhandenen Geld weniger gekauft werden kann. Der gleiche Nettolohn ist somit plötzlich weniger wert als zuvor. Um ihren Lebensstandard halten zu können, fragen Mitarbeitende daher zunehmend nach einer Gehaltsverhandlung und nennen die Inflation als Grund.

Alternativen zur Gehaltserhöhung während der Inflation

Genauso wie Arbeitnehmer:innen bekommen auch Arbeitgeber die Inflation zu spüren. Abgesehen davon ist eine plötzliche Gehaltserhöhung für alle Mitarbeitenden in vielen Firmen kaum realisierbar. Um jedoch weiterhin zufriedene Mitarbeitende zu haben, sollten Arbeitgeber handeln. Dabei muss es nicht immer gleich die klassische Gehaltserhöhung sein, die der Inflation entgegenwirken soll.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Alternativen, die sich auf der einen Seite als günstiger für den Arbeitgeber erweisen und sich auf der anderen Seite für Mitarbeitende rechnen.

Wertvolle Benefits, die sich vor allem während der Inflation rechnen

Corporate Benefits sorgen nicht nur für ein gutes Employer Branding, sondern können gerade in Zeiten der Inflation ein gutes Angebot sein. Wieso? Weil durch Benefits wie beispielsweise ein Mobilitätsbudget, digitale Essensmarken oder eine Fitnessstudio Mitgliedschaft der Bruttolohn des Mitarbeitenden angepasst und durch steuerfreie Elemente ergänzt wird. Im Fachdeutsch nennt man das „Lohnkostenoptimierung“.

Besonders häufig bezuschussen Firmen dabei Tankrabatte Tankkarten o.ä. (Spiegel, 2022). Allerdings schneidet das Auto besonders schlecht im Hinblick auf den CO2-Ausstoß ab und bildet damit eher das Schlusslicht von nachhaltigen Fortbewegungsmitteln. Darüber hinaus sind die Spritpreise in den vergangenen Monaten stark angestiegen. Mit einmal Volltanken für einen Preis von ca. 90€ (je nach Tankgröße und Auto) können wesentlich weniger Kilometer zurückgelegt werden als zum Beispiel mit einem Monatsticket bei der Bahn. In München beispielsweise kostet das Ticket für einen ganzen Monat knapp 60€ und man kann unbegrenzt viele Kilometer innerhalb einer bestimmten Zone zurücklegen. Und das auch noch nachhaltig!

Was steckt hinter einer „Lohnkostenoptimierung“?

Bei einer Lohnkostenoptimierung wird ein Teil des Bruttolohns des Mitarbeitenden durch steuerfreie Sachleistungen oder einen Zuschuss ersetzt bzw. ergänzt. Der Nettolohn des Mitarbeitenden ist daher nach Abzug der Steuern höher, weil keine Sozialabgaben für die Corporate Benefits geleistet werden müssen (Hrmony, 2022).

Weitere kostengünstige und schnell implementierbare Corporate Benefits, findet Sie auch hier in unserem Blogbeitrag „Corporate Benefit Trends 2022″.

Nachhaltiger leben und dadurch mehr sparen

Bei der Wahl des passenden Benefits für Mitarbeitende sollte darüber nachgedacht werden, welche Bedürfnisse Mitarbeitende wirklich haben. Um Gewissheit zu haben empfiehlt es sich eine interne Umfrage zu den Präferenzen und Wünschen der Mitarbeitenden durchzuführen.

Wo könnte man mit einem Corporate Benefit besser ansetzen als an den Grundbedürfnissen, die wir alle haben: Essen, Mobilität, Schlaf, Entspannung und bei manchen vielleicht auch Sport 😄. Mit dem Angebot eines Mobilitätsbudgets als flexibler Corporate Benefit profitieren Ihre Mitarbeitenden: Nachhaltige Mobilität mit dem ÖPNV kann steuerfrei und somit vollständig über das Gehalt erstattet werden. Andere Ausgaben, wie diese für Tankrechnungen können nur teilweise erstattet werden, da sie versteuert werden müssen.

Auch über Essensgutscheine von Anbietern wie beispielsweise Hrmony können Mitarbeitende von hohen Kosten für Lebensmitteln entlastet werden.

Wägen Sie also ab, ob der Corporate Benefit, den Sie einführen möchten Ihren Mitarbeitenden wirklich einen Mehrwert bietet.

„Die Inflation macht vor niemandem Halt. Das zeigt sich auch in einer erhöhten Nachfrage nach Corporate Benefits. Besonders der Digitale Essenszuschuss kommt gut an und hilft dort, wo die Teuerung durch steigende Lebensmittelpreise am meisten belastet: beim täglichen Essen und Einkaufen.“

- Dennis Ortmann, CSO & Co-Founder von Hrmony

Bild einer jungen Frau

Autorin: Charlene Wuermeling

Content Marketing Managerin bei MOBIKO

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