06. Mai 2026 | 6 min Lesezeit
Warum MOBIKO Mitarbeitenden-App und Admin-Portal konsequent getrennt hat
Wie Mitarbeitende zur Arbeit kommen, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Homeoffice und hybrides Arbeiten haben den klassischen Arbeitsweg neu definiert, steigende Spritpreise und ein wachsendes Umweltbewusstsein tun ihr Übriges. Immer mehr Menschen suchen nach flexibleren, günstigeren und nachhaltigeren Wegen zur Arbeit – und der Firmenwagen ist längst nicht mehr die selbstverständliche Antwort darauf.
MOBIKO gibt Mitarbeitenden die Freiheit, ihren Arbeitsweg selbst zu gestalten, ohne dass Unternehmen dafür Mehraufwand haben. Dieses Versprechen einzuhalten ist vor allem eine technische Aufgabe.
7 Jahre MOBIKO Plattform – und was wir daraus gelernt haben
2018 hatte MOBIKO genau ein Modul: das Mobilitätsbudget.
Mitarbeitende konnten Ausgaben einreichen. Unternehmen hatten die Übersicht. Am Ende des Monats gab es eine automatische Erstattung. Simpel, fokussiert, und für den Moment genau richtig. Ein Webportal, eine native App.
Doch mit der Weiterentwicklung kamen auch die Probleme: Die native App musste nicht nur bis zu 72 Stunden auf jedes Release warten – auch Betriebsräte, Datenschutzbeauftragte und IT-Security-Teams mit MDM-Systemen verlangten ihren Teil. Jede neue Version musste vorab freigegeben, geprüft und ausgerollt werden. Irgendwann konnten wir nur noch einmal im Monat releasen. Für ein wachsendes SaaS-Produkt ist das nicht tragbar.
Also haben wir die native App abgeschafft und durch eine PWA (Progressive Web App) ersetzt. Mit der PWA konnten wir wieder schnell deployen. Neue Produkte wie den Heimlademanager oder das Deutschland-Jobticket haben wir konsequent dort entwickelt, weil es schlicht keinen Sinn ergab, sie auch in der Web-App zu implementieren. Die PWA wurde damit zur eigentlichen Plattform für Mitarbeitende, die Web-App blieb für Administratoren das zentrale Werkzeug und für Mitarbeitende ein Überbleibsel, das vor allem noch von denen genutzt wurde, die es von Anfang an kannten und keine Notwendigkeit sahen, zu wechseln.
Die Herausforderung
Zwei Systeme parallel zu betreiben ist vor allem eines: doppelter Aufwand.
Bei jedem neuen Feature dieselbe Diskussion: Implementieren wir das nur für die PWA, nur für die Web-App, oder für beide? Meistens landeten neue Features nur in der PWA, was bedeutete, dass die Web-App für Mitarbeitende mit der Zeit immer weiter zurückfiel. Funktionen wie ein Assistent zur Einreichung von Mobilitätsausgaben, die intuitive Gruppierung der zahlreichen Mobilitätstypen oder das Anhängen mehrerer Dokumente als Beleg waren in der PWA längst Standard. Im alten Code der Web-App hätte das Nachziehen einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet.
Über die Jahre wurde der Rückstand größer. Irgendwann war klar: Wir können nicht einfach weiter so tun, als wären zwei Systeme eine tragfähige Strategie.
Zwei Zielgruppen, zwei Plattformen
Also haben wir eine Entscheidung getroffen, die nicht einfach war, aber notwendig: Wir trennen konsequent, was nie zusammengehört hat. Ein dediziertes Admin-Portal für Administratoren, die PWA als vollständige Plattform für Mitarbeitende.
Die PWA funktioniert nun auch am Desktop, im Browser mit einer auf die Bildschirmbreite optimierten Darstellung oder als installierte Anwendung. Administratoren melden sich über die bisherige Web-App an und landen direkt in ihrem Admin-Portal, Mitarbeitende werden per QR-Code in die PWA geleitet.
MOBIKO 2026 und darüber hinaus
Für Mitarbeitende und Administratoren beginnt jetzt etwas Neues. Nicht weil wir etwas repariert haben, sondern weil wir zum ersten Mal den Fokus vollständig auf jede Zielgruppe richten können. Beide bekommen eine Plattform, die wirklich für sie gemacht ist.
Die PWA wird konsequent für die Bedürfnisse von Mitarbeitenden weiterentwickelt: mit schnelleren Releases und neuen Funktionen, die wir bisher nicht angehen konnten, weil sie doppelten Aufwand bedeutet hätten. Das Admin-Portal denken wir gerade von Grund auf neu, komfortabler, fokussierter und ohne die Altlasten einer Plattform, die früher für alle gleichzeitig funktionieren musste. Den Anfang macht bereits heute ein neues Dashboard, das Admins mit einem klaren Überblick empfängt.
Am Ende geht es um dasselbe Versprechen, mit dem wir 2018 gestartet sind: Mitarbeitende bekommen maximale Freiheit in ihrer Mobilität, MOBIKO übernimmt die Abbildung der Mobilitätspolicy und die Abrechnung, damit Administratoren ruhig schlafen können. Eine Plattform die das einlöst, braucht eine Architektur die mithalten kann. Die haben wir jetzt – und ich freue mich darauf, zu zeigen was damit möglich ist.
Autor
Marcel Cremer
CTO & Geschäftsführer von MOBIKO

Warum MOBIKO Mitarbeitenden-App und Admin-Portal konsequent getrennt hat
Zwei Plattformen parallel weiterentwickeln – klingt machbar, hat uns aber zunehmend ausgebremst.
Warum wir die Web-App für Mitarbeitende abgeschaltet und unsere Architektur komplett neu aufgestellt haben.
Und was das konkret für schnellere Releases, bessere Nutzererlebnisse und die Zukunft von MOBIKO bedeutet erläutert Marcel Cremer, CTO und Geschäftsführer von MOBIKO.

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