22. Mai 2019 | 3 min Lesezeit
Corporate Mobility als CI Baustein
Was macht ein Unternehmen zu einem begehrten Arbeitgeber? Gute Mitarbeiter:innen zu finden ist nicht einfach – sie langfristig ans eigene Unternehmen zu binden noch viel schwieriger. Arbeitgeber:innen müssen Leistungsträgern eine Orientierung und ein Gefühl der Identifikation geben, um Motivation freizusetzen und sie dauerhaft halten zu können. Die Entwicklung einer starken Arbeitgebermarke ist dafür entscheidend. Viele Unternehmen verstehen jedoch nicht, welche Faktoren eine Arbeitgebermarke beeinflussen und mit welchen Maßnahmen sie eine starke Marke einfach aufbauen können, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Wir geben einen Einblick, wie das gelingt und welche Rolle der Bereich Corporate Mobility dabei spielen kann.
Was bedeutet CI?
Corporate Identity – abgekürzt CI – umfasst alle Charakteristika, durch die sich ein Unternehmen vom Wettbewerb unterscheidet. Über alle zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle und -mittel wird das Unternehmensbild nach Innen und Außen getragen. Die CI entspricht der Selbstwahrnehmung, deckt sich aber nicht zwangsläufig mit dem von außen wahrgenommenen Image. In Unternehmen wird die CI als Richtungsweiser für die langfristige Vision sowie für die strategische Unternehmensführung und –planung verstanden und ist in folgende vier Kernbereiche gegliedert:
- Corporate Design (Erscheinungsbild)
- Corporate Behavior (Verhaltenskodex)
- Corporate Communication (interne Mitarbeiterkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit)
- Corporate Culture (Arbeitsklima, u.a. geprägt von Unternehmensgeschichte)
Sichtbarkeit vs. Corporate Identity
Die CI und ihre vier Säulen bilden gleichzeitig das Fundament der Arbeitgebermarke. Wird in HR-Abteilungen über das Thema Employer Branding diskutiert, fällt oft der folgende Satz: „Wir müssen an unserer Sichtbarkeit arbeiten“. Sichtbarkeit ist aber nur die halbe Miete. Die Herausforderung: Ob etablierter Konzern oder Startup – Unternehmen möchten oft eine neue, starke Arbeitgebermarke entwickeln, stehen sich jedoch mit der eigenen Identität selbst im Weg. Die regelmäßige Validierung sowie Umsetzung von Maßnahmen zur Entwicklung der eigenen CI sind daher Pflicht für jeden Arbeitgeber, keine Kür. Und am Ende lohnt es sich auch finanziell, denn…
Identifikation fördert Mitarbeitermotivation
In Zeiten von zusammenwachsenden Märkten und globalem Wettbewerb fällt es immer schwerer seinem Unternehmen eine einzigartige Identität zu geben. Doch im “War for Talents” ist die Identifikation mit dem Unternehmen oft der entscheidende Wettbewerbsfaktor. Der Aufwand zur Entwicklung einer unverwechselbaren Identität hängt von den getroffenen Maßnahmen ab. Im Idealfall treffen diese die Ansprüche und Bedürfnisse der Personen, die das Unternehmen adressieren, gewinnen und halten möchte.
Eine neue Ära beginnt: Die Generation Y, der Geburtenjahrgang zwischen 1980 bis 2000, achten beispielsweise sehr stark auf eine ausgewogene Work-Life-Balance und haben einen hochgradig flexiblen, mobilen Lebensstil, der vor allem auf zwei Aspekte abzielt:
- individuelle Selbstbestimmung und Freiheit
- smarte Verbindung von Privat- und Berufsleben
Personalverantwortliche sind also gefordert, durch maßgeschneiderte Zusatzleistungen und Anreizsysteme möglichst individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen zu reagieren.
Umweltschonende Bewegungsfreiheit für jede:n Mitarbeiter:in
Um den Lebensstil, die Ziele und Bedürfnisse der Generation Y zu fördern und, um sich für diese Arbeitnehmergruppe als attraktiver Arbeitgeber darstellen zu können, spielt der Bereich Corporate Mobility als CI-Komponente eine wichtige Rolle. Corporate Mobility umfasst alle Themen rund um die Sicherstellung der betrieblichen Mobilität, von der Planung bis zur Abwicklung. Mobilität ist aber auch ein gern beliebtes Motivationsinstrument. Seit Jahrzehnten locken viele Arbeitgeber in ihren Stellenanzeigen mit dem Zusatz: „Mitarbeiter:innen bekommen bei uns einen eigenen Dienstwagen.“ Während der Firmenwagen als Statussymbol jedoch immer weiter an Stellenwert verliert, wollen jüngere Generationen vor allem individuelle Mobilität – aber bitte mit grünem Gewissen.
Selbstbestimmung braucht Flexibilität
– und wie können Sie Mitarbeiter:innen mehr Flexibilität bieten, als in der Bereitstellung eines Mobilitätsangebots, bei dem jede:r jederzeit selbst entscheidet, wie er/sie von A nach B kommt? Ob Carsharing, Zug, das Fahrrad oder der ÖPNV – mit MOBIKO ermöglichen wir Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeiter:innen ein monatlich, flexibel einsetzbares Mobilitätsbudget für den täglichen Arbeitsweg und für die Freizeit per App anzubieten, das für sämtliche Mobilitätsarten weltweit verwendet werden kann. So entscheiden Mitarbeiter:innen selbst, welches Verkehrsmittel sie nutzen möchten und welches zu seinem aktuellen Bedarf oder der Lebenssituation passt. Im Folgemonat erhalten sie die eingereichten Mobilitätsausgaben ganz einfach mit dem Gehalt zurück.
Corporate Mobility für die Corporate Identity
Unternehmen sollten sich das Angebot flexibler Mobilität als festen Bestandteil der Corporate Identity zu Nutzen machen. Sie setzen damit einen klaren Standpunkt der Firma zum Thema Mobilität und können sich dadurch von anderen Unternehmen klar abheben. Das unterstützt ihren Markenauftritt und macht sie gleichzeitig attraktiver für potenzielle Bewerber:innen.
Sollten Sie Interesse an MOBIKO haben, kontaktieren Sie uns jederzeit unter sales@mobiko.de. Sind Sie bereits Kund:in und haben Fragen zu Ihrem MOBIKO Account, dann erreichen Sie uns am besten unter support@mobiko.de.
Autorin: Franziska Mayr
Ehemalige Head of Marketing bei MOBIKO

Ausblick auf die Mobilitätsthemen 2026
Was kommt 2026 auf Unternehmen in Sachen Mobilität zu?
In diesem Artikel fassen wir wichtige Themen zusammen und zeigen praxisnah, was Unternehmen tun können, um vorbereitet zu sein. Sie erfahren, wie wir die Rolle des Deutschlandtickets einschätzen, was sich ab 2026 bei der Ladekostenpauschale tut, welche Chancen und Risiken V2G- und V2H-Technologien bringen und warum die BEV-Quote ab 2027 für Flottenplanung und Car Policies eine Rolle spielt.

Offizielle Änderungen bei der Abrechnung von Heimladestromkosten
Das Bundesministeriums der Finanzen (BMF) hat am 12. November 2025 ein Schreiben veröffentlicht mit Neuerungen und Klarstellungen rund um das Abrechnen von Heimladekosten von Elektro-Dienstwagen. Alle wichtigen Änderungen im Überblick.

Dienstwagen zuhause laden: So funktioniert die Abrechnung mit Wallbox und Finanzamt
Immer mehr Firmen setzen auf elektrische Dienstwagen. Für Mitarbeitende bringt das viele Vorteile, besonders, wenn sie das Auto bequem zuhause laden können. Für Arbeitgeber und HR-Abteilungen stellt sich jedoch schnell die Frage: Wie werden die Stromkosten von Elektrodienstwagen beim Laden zuhause fair und rechtssicher abgerechnet?
Welche Vorteile unsere Software für Ihr Unternehmen noch bietet, zeigen unsere Experten Dir gerne bei einem ersten Kennenlerngespräch. Informiere Dich auch gerne vorab über unser Info-Material selbst!